WordPress Child Themes verwenden

WordPress Child Theme erstellen? Ein Child Theme zu verwenden ist kinderleicht und kann dir langfristig eine Menge Probleme ersparen. In diesem Artikel erklären wir dir, was Child Themes sind, warum du sie verwenden solltest und wie das genau funktioniert.

Warum sollte man Child Themes verwenden?

Child Themes sind vor Allem dann nützlich, wenn man sein WordPress Theme anpassen möchte. Anpassungen werden dann, anstelle von im Parent Theme, im Child Theme durchgeführt. Das bedeutet, dass deine Anpassungen nicht verloren gehen, wenn das Parent Theme geupdatet werden sollte.

Bei vielen Anbietern von Premium Themes (wie z.B. Themefuse) werden standardmäßig Child Themes bei einem Kauf mitgeliefert, damit Anpassungen, ohne das Haupttheme zu beeinträchtigen, durchgeführt werden können. StudioPress, vom berühmten Genesis-framework, liefert standardmäßig den Framework als Parent Theme aus und bietet ebenfalls die Möglichkeit eines der vielen Child Themes zu kaufen oder selber eines zu erstellen. Wenn der Genesis-framework dann geupdatet wird, bleiben Anpassungen eben erhalten.

Wie erstellt man ein WordPress Child Theme?

In diesem Beispiel erklären wir wie man ein Child Theme für das Standard WordPress Theme Twenty Fourteen erstellt. Die folgenden Schritte kannst du für jedes beliebige Theme verwenden. Du musst dann lediglich den Namen Twenty Fourteen mit dem deines Themes ersetzen.

Logge dich auf deinem FTP Server ein und öffne den Themes Ordner (/wp-content/themes/). Dort findest du einen Ordner mit dem Namen twentyfourteen.

twenty-fourteen-child

Erstelle einen Ordner mit dem Namen twentyfourteen

Für das Child Theme erstellen wir einen seperaten Ordner, den wir „twentyfourteen-child“ nennen. In diesem Ordner erstellen wir nun eine Datei die wir style.css nennen. Diese Datei benötigt jedes WordPress Theme, und deshalb auch jedes Child Theme.

In dieser CSS Datei fügen wir den folgenden Code ein:

Wie du siehst enthält der Code alle wichtigen Informationen die ein vollständiges Parent Theme auch enthalten würde. Der einzige Unterschied ist, dass die Code Zeilen „Template: twentyfourteen“ und die Import-URL von der style.css des Parent Themes hinzugefügt sind:

In dieser CSS-Datei kannst du alles nach Belieben verändern. Wenn du beispielsweise die Formatierung des Body Textes in deinem Child Theme anpassen würdest, würde ein ensprechender Code vom Parent Theme an dieser Stelle ignoriert werden. Also alles was du in dieser style.css einfügst, „überschreibt“ mögliche bestehende Parameter aus der eigentlichen style.css des Twenty Fourteen Themes.

Im folgenden Schritt gilt es dein Child Theme mit deinen individuellen Anpassungen zu aktivieren. Wenn sich dein Child Theme im richtigen Ordner befindet, wird WordPress automatisch erkennen dass es sich um ein Child Theme des Twenty Fourteen Themes handelt. Du kannst dein Child Theme demnach wie gewohnt unter Design > Themes aktivieren.

Wenn deine CSS-Datei, außer dem oben genannten Code, noch leer ist, bleibt deine Webseite noch unverändert. Erst, wenn du wirklich Veränderungen durchführst (wie die Farbe des Textes z.B.), werden diese auf deiner Webseite sichtbar.

“Template Dateien” im Child Theme anpassen

Im Child Theme kann man selbstverständlich mit viel mehr als nur dem CSS Code experimentieren. Du kannst auch die sogenannten „template files“ modifizieren. Wenn du beispielsweise eine header.php Datei in deinem Child Theme einfügst, wird diese an Stelle von der header.php des Parent Themes verwendet.

Du kannst auch ganz einfach Dateien hinzufügen, die im Parent Theme gar nicht existieren. Das ist natürlich besonders praktisch wenn du deine individuellen Seiten-templates anlegen möchtest.

Functions.php

Im Gegensatz zu CSS und template Dateien deines Parent Themes, wird die functions.php des Parent Themes nicht überschrieben wenn du diese in deinem Child Theme veränderst. In diesem Fall werden einfach beide functions.php kombiniert verwendet.

Dateien aus deinem Parent Theme laden

Wenn du in deinem Child Theme eine Datei öffnen möchtest, die eigentlich zu deinem Parent Theme gehört (z.B. als Vorlage), dann verwendest du die „get_stylesheet_directory“-Funktion.

Das sieht dann so aus:

Selbstverständlich musst du hier „dateiname.php“ mit dem richtigen Dateinamen ersetzen.

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